
Naumburger Stollen von 1894 – ein traditionelles Rezept aus einem alten Kochbuch
Ein klassischer Stollen nach einem historischen Rezept aus dem Jahr 1894. Reichlich Butter, Rosinen, Korinthen und Mandeln machen ihn besonders aromatisch und saftig.
Zutaten
Für den Teig:
- 1.250 g Mehl
- 450 g Butter, weich
- 50 ml Weinbrand
- 80 g frische Hefe
- 600 ml lauwarme Milch
- 125 g Puderzucker
- 250 g Rosinen
- 250 g Korinthen
- ¼ TL Muskatblüte (Macis)
- 125 g Mandeln, gehackt
Zum Bestreichen und Bestreuen:
- 150 g Butter
- 100 g Puderzucker
- 2 TL Zimt
Backform: ca. 39 × 29 cm
Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
Backzeit: ca. 40 Minuten
Zubereitung
Rosinen und Korinthen in eine Schüssel geben, mit dem Weinbrand vermischen und etwa 20–30 Minuten ziehen lassen.
Die frische Hefe in etwas von der lauwarmen Milch auflösen. Einen Teelöffel vom Puderzucker dazugeben und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe sichtbar aktiv wird.
Mehl in eine große Schüssel geben. Puderzucker und Muskatblüte untermischen. Die Hefemischung, restliche lauwarme Milch und weiche Butter hinzufügen.
Alles mehrere Minuten zu einem weichen, geschmeidigen Hefeteig verkneten. Anschließend Rosinen, Korinthen und gehackte Mandeln vorsichtig unterarbeiten.
Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 60–90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich an Volumen gewonnen hat.
Anschließend den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und zu einem großen Stollen formen. Die Oberfläche nach Wunsch längs einschneiden und nochmals etwa 20–30 Minuten ruhen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten goldbraun backen. Je nach Dicke des Stollens kann die Backzeit etwas variieren.
Die restlichen 150 g Butter schmelzen und den noch heißen Stollen großzügig damit bestreichen.
Puderzucker mit Zimt vermischen und den Stollen reichlich damit bestreuen. Nach dem vollständigen Auskühlen nochmals mit etwas Puderzucker bestäuben.
Tipp: Gut verpackt schmeckt der Stollen nach einigen Tagen sogar noch aromatischer, weil Butter, Trockenfrüchte und Gewürze Zeit haben, richtig durchzuziehen.