
Gefüllte Pistazienkekse mit Schokolade – zarte Weihnachtsplätzchen mit cremiger Pistazienfüllung
Wer Pistazien liebt, sollte diese gefüllten Pistazienkekse unbedingt ausprobieren! Die Kombination aus zartem Mürbeteig, einer aromatischen Pistaziencreme und einem Überzug aus Vollmilch- oder weißer Schokolade macht diese kleinen Köstlichkeiten zu etwas ganz Besonderem.
Die Kekse sehen nicht nur wunderschön aus, sondern schmecken auch herrlich nussig und schokoladig. Besonders in der Weihnachtszeit sind sie eine tolle Ergänzung auf dem Plätzchenteller. Aber auch zu einer Tasse Kaffee oder Tee schmecken sie das ganze Jahr über.
Das Beste daran: Für die Zubereitung benötigt man keine außergewöhnlichen Backkenntnisse. Mit wenigen Zutaten, etwas Geduld und einer guten Pistaziencreme entstehen wunderschöne gefüllte Kekse, die sich auch hervorragend verschenken lassen.
Rezept auf einen Blick
- Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten
- Kühlzeit: ca. 60 Minuten
- Backzeit: ca. 10 Minuten pro Blech
- Dekorationszeit: ca. 25 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 15 Minuten
- Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
- Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
- Ergibt: ca. 30–35 gefüllte Doppelkekse, je nach Teigdicke und Ausstechform
Zutaten für gefüllte Pistazienkekse
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 100 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 100 g gemahlene Mandeln
- 1 Eigelb (Größe M)
- 200 g kalte Butter
Für die Pistazienfüllung
- ca. 200–250 g Pistaziencreme, je nach gewünschter Füllmenge
Für die Schokoladendekoration
- 100 g Vollmilchkuvertüre
- 100 g weiße Kuvertüre
- 30–40 g gehackte, ungesalzene Pistazien
- Optional: 20 g Pistaziencreme für feine Dekorationsstreifen
Benötigte Küchenutensilien
- Große Rührschüssel
- Küchenwaage
- Handrührgerät oder Küchenmaschine (optional)
- Nudelholz
- Runder oder blumenförmiger Ausstecher (ca. 5 cm)
- Kleiner runder Ausstecher (ca. 1 cm)
- Backblech und Backpapier
- Kuchengitter
- Zwei kleine Schüsseln zum Schmelzen der Schokolade
- Spritzbeutel oder kleiner Löffel
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Den Mürbeteig vorbereiten
Zunächst das Mehl in eine große Schüssel sieben. Zucker, Vanillezucker, Salz und gemahlene Mandeln dazugeben und alles gründlich vermischen.
Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Eigelb zu den trockenen Zutaten geben.
Nun sämtliche Zutaten möglichst zügig zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Dabei sollte der Teig nicht zu lange bearbeitet werden, da die Butter sonst zu warm wird und die Kekse später ihre mürbe Konsistenz verlieren können.
Sobald sich die Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verbunden haben, diesen zu einer flachen Scheibe formen.
2. Den Teig ausreichend kühlen
Den fertigen Teig in Frischhaltefolie oder eine geeignete wiederverwendbare Abdeckung einwickeln und für mindestens 60 Minuten in den Kühlschrank legen.
Dieser Schritt ist besonders wichtig, damit sich der Teig anschließend leichter ausrollen und ausstechen lässt.
Außerdem hilft die Kühlung dabei, dass die ausgestochenen Kekse beim Backen möglichst ihre schöne Form behalten.
3. Die Kekse ausstechen
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Den gekühlten Teig portionsweise auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3–4 mm dick ausrollen.
Mit einem runden oder blumenförmigen Ausstecher Kekse von ungefähr 5 cm Durchmesser ausstechen.
Bei der Hälfte der Kekse zusätzlich mit einem kleinen Ausstecher ein Loch von ungefähr 1 cm Durchmesser in der Mitte ausstechen.
So entstehen zwei verschiedene Keksformen:
- Geschlossene Kekse, die später als Boden dienen.
- Kekse mit einer kleinen Öffnung, die als dekorativer Deckel verwendet werden.
Darauf achten, dass von beiden Formen ungefähr gleich viele Kekse vorhanden sind.
4. Die Pistazienkekse backen
Die ausgestochenen Kekse mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen.
Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ungefähr 9–11 Minuten backen.
Die genaue Backzeit hängt von der Dicke der Kekse und dem jeweiligen Backofen ab.
Die Kekse sind fertig, sobald ihre Ränder eine leicht goldgelbe Farbe angenommen haben. Sie sollten nicht zu dunkel werden, da sie sonst trockener und weniger zart schmecken.
Nach dem Backen die Kekse zunächst einige Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Wichtig: Warme Kekse sind besonders empfindlich und können leicht zerbrechen.
5. Die Schokolade schmelzen
Die Vollmilchkuvertüre und die weiße Kuvertüre getrennt voneinander grob hacken.
Anschließend jeweils über einem warmen Wasserbad langsam schmelzen lassen.
Darauf achten, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt und die Kuvertüre nicht zu heiß wird.
Die geschmolzene Schokolade sollte glatt und gut streichfähig sein.
6. Die Keksdeckel mit Schokolade verzieren
Nun die vollständig ausgekühlten Kekse mit dem Loch in der Mitte auf ein Stück Backpapier legen.
Eine Hälfte der Deckel mit Vollmilchkuvertüre und die andere Hälfte mit weißer Kuvertüre bestreichen.
Die Öffnung in der Mitte möglichst frei lassen, damit später die grüne Pistazienfüllung sichtbar bleibt.
Für eine besonders schöne Optik können die dunklen Kekse mit feinen weißen Schokoladenstreifen und die hellen Kekse mit etwas Vollmilchschokolade oder Pistaziencreme dekoriert werden.
Anschließend die Schokolade vollständig fest werden lassen.
7. Die Pistazienfüllung vorbereiten
Die Pistaziencreme gründlich umrühren, damit sie eine gleichmäßige Konsistenz bekommt.
Falls sie sehr fest ist, kann sie vorsichtig und nur leicht erwärmt werden.
Die Creme sollte weich genug zum Verstreichen sein, aber nicht so flüssig, dass sie später aus den Keksen herausläuft.
Bei einer ungesüßten Pistazienpaste kann die Füllung deutlich intensiver und weniger süß schmecken als bei einer fertigen gesüßten Pistaziencreme.
8. Die Pistazienkekse füllen
Die geschlossenen Kekse nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen.
Auf jeden Keks ungefähr einen Teelöffel Pistaziencreme geben und vorsichtig verteilen.
Dabei am äußeren Rand etwas Platz lassen, damit die Füllung beim Zusammensetzen nicht herausgedrückt wird.
Anschließend jeweils einen bereits mit Schokolade dekorierten Keksdeckel vorsichtig daraufsetzen.
Nur leicht andrücken, bis sich die beiden Kekshälften miteinander verbinden.
9. Mit gehackten Pistazien dekorieren
Zum Schluss etwas gehackte Pistazien in die sichtbare Pistaziencreme in der Mitte jedes Kekses streuen.
Die grünen Pistazienstückchen bilden einen wunderschönen Kontrast zur dunklen und weißen Schokolade.
Die gefüllten Kekse anschließend an einem kühlen Ort ruhen lassen, damit die Schokolade fest wird und sich die Füllung etwas stabilisiert.
Jetzt sind die Pistazienkekse bereit zum Genießen!
Warum diese Pistazienkekse so besonders sind
Das Geheimnis dieser Kekse liegt in der Kombination verschiedener Geschmacksrichtungen und Konsistenzen.
Der Mürbeteig enthält neben Mehl auch gemahlene Mandeln, die für ein feines Nussaroma sorgen. Die Butter macht die Kekse angenehm zart, während der Vanillezucker eine dezente süße Note hinzufügt.
Die Pistaziencreme bringt eine intensive, leicht nussige Geschmacksrichtung mit. Zusammen mit der Schokolade entsteht eine köstliche Kombination.
Besonders schön ist auch die unterschiedliche Dekoration. Die dunklen und hellen Schokoladenüberzüge machen die Kekse zu einem echten Blickfang.
Die 6 besten Tipps für perfekte Pistazienkekse
1. Den Teig nicht zu lange kneten
Mürbeteig sollte nur so lange geknetet werden, bis sich die Zutaten verbunden haben. Zu langes Kneten kann dazu führen, dass die Kekse weniger mürbe werden.
2. Kalte Butter verwenden
Kalte Butter sorgt für eine gute Teigstruktur. Wird der Teig während der Verarbeitung zu weich, sollte er noch einmal kurz gekühlt werden.
3. Den Teig gleichmäßig ausrollen
Eine einheitliche Dicke sorgt dafür, dass alle Kekse möglichst gleichzeitig fertig werden.
4. Die Kekse vollständig auskühlen lassen
Wird die Pistaziencreme auf warme Kekse gestrichen, kann sie zu flüssig werden. Außerdem kann die Schokoladendekoration verlaufen.
5. Hochwertige Pistaziencreme auswählen
Je höher der Pistazienanteil, desto intensiver ist in der Regel das Pistazienaroma. Dabei sollte beachtet werden, ob es sich um gesüßte Pistaziencreme oder reine Pistazienpaste handelt.
6. Die Kekse vorsichtig zusammensetzen
Mürbeteig ist empfindlich. Deshalb sollten die dekorierten Deckel nur mit leichtem Druck auf die Füllung gesetzt werden.
Variationen des Rezepts
Pistazienkekse mit weißer Schokolade
Wer es besonders süß und cremig mag, kann sämtliche Keksdeckel mit weißer Kuvertüre überziehen.
Die Kombination aus weißer Schokolade und Pistazien ist besonders harmonisch.
Pistazienkekse mit dunkler Schokolade
Für einen kräftigeren Schokoladengeschmack lässt sich die Vollmilchkuvertüre durch Zartbitterkuvertüre ersetzen.
Die leicht herbe Note bildet einen angenehmen Kontrast zur süßen Pistaziencreme.
Pistazienkekse mit Orangenaroma
Etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Bio-Orange kann dem Teig hinzugefügt werden.
Das fruchtige Aroma passt wunderbar zu Pistazien und Schokolade.
Pistazienkekse mit extra Nussgeschmack
Ein kleiner Teil der gemahlenen Mandeln kann durch fein gemahlene, ungesalzene Pistazien ersetzt werden.
Dadurch wird das Pistazienaroma bereits im Mürbeteig verstärkt.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Gefüllte Pistazienkekse sollten nach dem vollständigen Auskühlen in einer gut verschließbaren Dose aufbewahrt werden.
Zwischen die einzelnen Keksschichten kann Backpapier gelegt werden, damit die Schokoladendekoration nicht beschädigt wird.
Bei einer haltbaren Pistaziencreme ohne frische Milchprodukte können die Kekse, abhängig von den Lagerhinweisen der verwendeten Creme, einige Tage an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden.
Bei wärmeren Raumtemperaturen oder wenn der Hersteller nach dem Öffnen eine Kühlung verlangt, sollten die gefüllten Kekse im Kühlschrank gelagert werden.
Für eine längere Lagerung empfiehlt es sich, die ungefüllten Kekse separat aufzubewahren und erst kurz vor dem Servieren mit Pistaziencreme zu füllen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Kann ich die Pistazienkekse schon einige Tage vor Weihnachten backen?
Ja. Besonders praktisch ist es, die ungefüllten Mürbeteigkekse im Voraus zu backen und in einer gut verschlossenen Dose aufzubewahren.
Die Füllung und Schokoladendekoration können anschließend einige Tage vor dem Servieren ergänzt werden. Dabei sollten die Lagerhinweise der Pistaziencreme beachtet werden.
2. Welche Pistaziencreme eignet sich am besten?
Für dieses Rezept eignet sich eine streichfähige Pistaziencreme mit einem ausgeprägten Pistaziengeschmack.
Gesüßte Pistaziencreme ergibt eine dessertartige Füllung, während reine Pistazienpaste intensiver und weniger süß schmeckt.
3. Kann ich die Pistaziencreme selbst herstellen?
Ja. Dafür können geschälte, ungesalzene Pistazien in einem leistungsstarken Mixer sehr fein zerkleinert werden, bis eine möglichst cremige Paste entsteht.
Je nach gewünschter Süße können anschließend etwas Puderzucker und gegebenenfalls ein wenig neutrales Öl hinzugefügt werden.
4. Warum zerbrechen meine Kekse beim Zusammensetzen?
Frisch gebackener Mürbeteig ist sehr empfindlich. Die Kekse sollten deshalb vollständig auskühlen, bevor sie gefüllt werden.
Außerdem darf die Pistaziencreme nicht zu fest sein, da beim Verstreichen sonst zu viel Druck auf die Kekse ausgeübt wird.
5. Warum laufen meine Kekse beim Backen auseinander?
Häufig liegt das daran, dass der Teig vor dem Backen zu warm geworden ist.
In diesem Fall können die ausgestochenen Kekse vor dem Backen noch einmal für ungefähr 10–15 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden.
6. Kann ich die Kekse ohne Mandeln zubereiten?
Ja, die gemahlenen Mandeln können grundsätzlich durch eine entsprechende Menge Mehl ersetzt werden.
Allerdings verändert sich dadurch die Konsistenz und der Geschmack des Mürbeteigs etwas. Der Teig sollte bei Bedarf mit einer kleinen Menge kaltem Wasser angepasst werden.
7. Kann ich die gefüllten Pistazienkekse einfrieren?
Die ungefüllten Kekse lassen sich gut einfrieren.
Bei bereits gefüllten und mit Schokolade dekorierten Keksen kann sich nach dem Auftauen die Konsistenz verändern. Auch die Schokoladenoberfläche kann durch Kondenswasser unansehnlich werden.
Deshalb empfiehlt es sich, die Kekse möglichst ohne Füllung und Dekoration einzufrieren.
8. Wie bekomme ich eine besonders schöne Schokoladendekoration?
Am einfachsten gelingt die Dekoration mit einem kleinen Spritzbeutel.
Dazu die geschmolzene Schokolade einfüllen, eine sehr kleine Öffnung abschneiden und feine Linien über die Keksdeckel ziehen.
Für ein gleichmäßiges und glänzendes Ergebnis empfiehlt es sich, die Kuvertüre fachgerecht zu temperieren.
9. Kann ich den Teig bereits am Vortag vorbereiten?
Ja, der Mürbeteig kann problemlos am Vortag zubereitet und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Vor dem Ausrollen sollte er gegebenenfalls einige Minuten bei Raumtemperatur liegen, damit er sich leichter verarbeiten lässt.
10. Warum wird meine Pistazienfüllung zu flüssig?
Das kann passieren, wenn die Pistaziencreme zu stark erwärmt wurde oder von Natur aus sehr dünnflüssig ist.
In diesem Fall sollte die Creme vor dem Füllen etwas abkühlen.
Eine dickere, streichfähige Pistaziencreme eignet sich für Doppelkekse besser als eine sehr flüssige Variante.
11. Sind die Pistazienkekse auch für Kinder geeignet?
Ja, grundsätzlich sind sie auch für Kinder geeignet, sofern keine Allergien gegen die enthaltenen Zutaten bestehen.
Zu beachten ist, dass das Rezept unter anderem Weizen, Mandeln, Pistazien, Butter und Eigelb enthält. Je nach Kuvertüre können weitere Allergene hinzukommen.
12. Kann ich die Pistazienkekse auch ohne Schokolade machen?
Natürlich. Wer den reinen Pistaziengeschmack bevorzugt, kann auf den Schokoladenüberzug verzichten.
Die Keksdeckel können stattdessen mit etwas Puderzucker bestäubt werden.
Serviervorschläge
Die gefüllten Pistazienkekse schmecken besonders gut zu frisch gebrühtem Kaffee, Cappuccino oder einer heißen Tasse Tee.
Auf einer weihnachtlichen Gebäckplatte lassen sie sich wunderbar mit Vanillekipferln, Butterplätzchen und anderen selbst gebackenen Keksen kombinieren.
Auch als kleines Geschenk aus der Küche sind sie eine schöne Idee. Dafür die Kekse in eine dekorative Gebäckdose legen und zwischen den Schichten etwas Backpapier verwenden.
Fazit: Ein besonderes Pistaziengebäck für jede Gelegenheit
Diese gefüllten Pistazienkekse vereinen alles, was ein gutes Weihnachtsgebäck ausmacht: zarten Mürbeteig, eine cremige Füllung, knackige Pistazienstückchen und eine köstliche Schokoladenschicht.
Ob für die Adventszeit, als selbst gemachtes Geschenk oder einfach zum Nachmittagskaffee – diese Kekse sind eine wunderbare Möglichkeit, Pistazien auf besonders leckere Weise zu genießen.
Wer gerne mit Pistazien backt, sollte dieses Rezept unbedingt ausprobieren!
Viel Freude beim Nachbacken und guten Appetit! 💚